[Autokauf: Benziner oder E-Auto? Kaufen oder Leasen? Unser Guide für den Autokauf | ZEIT ONLINE](https://www.zeit.de/mobilitaet/2024-12/autokauf-e-auto-hybrid-benziner-finanzierung-tipps) 

 Sie wollen ein Auto kaufen, sind aber von den vielen Entscheidungen überfordert? Im Grunde müssen Sie für sich nur sieben Fragen klären – dann wissen Sie, was Sie wollen.

30\. Dezember 2024, 9:39 Uhr

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Welches Auto soll es sein? Knifflige Entscheidung © zerocreatives/​plainpicture

Früher war sicher nicht alles besser, aber doch vieles einfacher. Zum Beispiel der Autokauf. Einst war die wichtigste Frage: Golf oder Kadett? Heute stehen Sie vor kniffligen Entscheidungen: [E-Auto](https://www.zeit.de/thema/elektroauto), Verbrenner oder Hybrid? Kauf, Leasing oder Abo? Herrje. Aber seien Sie unverzagt: Wir führen Sie da durch.

Alle Fragen im Überblick:
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Brauche ich überhaupt ein Auto?
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Sie wollen ein Auto. Und Sie haben dafür Ihre Gründe – trotz der Bedenken zu Umwelt und Klima. Halten wir trotzdem kurz inne: Nicht für jede und jeden ist ein eigenes Auto die beste Lösung, vor allem finanziell betrachtet: Ein Auto zu besitzen, viel ist teurer, als die meisten Menschen denken.

Der größte Posten ist meist nicht das alltägliche Tanken, bedeutender ist der Wertverlust. Damit ist gemeint, dass Sie Ihr Auto nicht zum selben Preis verkaufen, zu dem Sie es gekauft haben. Mit jedem Monat verliert es an Wert. In den ersten Jahren geht das besonders schnell.

Dazu kommen Versicherung, Kfz-Steuer und Werkstattkosten – zack, kostet selbst Ihr Kleinwagen [mehr als 400 Euro im Monat](https://www.t-online.de/mobilitaet/autos/id_84482754/auto-unterhaltskosten-so-viel-kostet-ihr-fahrzeug-pro-monat.html). Beim [Leasing](https://www.zeit.de/thema/leasing) oder Autoabo wird das durch die monatliche Rate transparent.

Eine Entscheidung für ein Auto bedeutet also den Verzicht auf viele andere Dinge, eine gut gefüllte Urlaubskasse zum Beispiel. Und wollten Sie nicht schon lange fürs Alter vorsorgen? Oder für die Ausbildung der Kinder sparen?

Nüchtern betrachtet ist ein Auto nur sinnvoll, wenn Sie darauf angewiesen sind – also anders nicht zur Arbeit kommen oder Ihre Kinder zur Schule.

Wird es zum ersten Mal ein Elektroauto?
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Heutzutage stellt sich zuerst die Frage nach dem Antrieb. Sind Sie bereit für ein E-Auto? Beziehungsweise: Sind die E-Autos bereit für Sie?

Die CO₂-Bilanz von E-Autos ist [nach einigen Zehntausend Kilometern](https://www.zeit.de/mobilitaet/2023-12/gebrauchtwagen-klimaschutz-elektroauto-umstieg-studie) besser als die von Verbrennern. Zudem sind die Betriebskosten in der Regel niedriger. Wenn Sie Ihr Auto bis Ende 2025 zulassen, zahlen Sie [bis 2030 keine Kfz-Steuer](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/kfz-steuer-elektroautos/). Es fallen seltener Reparaturen an. Und wenn Sie vor allem zu Hause oder am Arbeitsplatz laden, geben Sie weniger Geld aus als an Tankstellen. Pluspunkte fürs E-Auto also.

Aber die Reichweite …? E-Autos sind inzwischen für viel mehr Menschen [eine brauchbare Option](https://www.zeit.de/mobilitaet/2024-01/elektroautos-reichweite-karte-gemeinde) als noch vor einigen Jahren. Herstellerangaben nach dem gesetzlichen Messverfahren WLTP sollten Sie aber als Maximalwert betrachten. Die reale Reichweite einer Batterieladung sinkt bei [Kälte](https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-12/elektroauto-winter-nachteile-reichweite-ladegeschwindigkeit-faq), hoher Beladung, hohen Geschwindigkeiten und bergauf.

Realistischer sind die Angaben des ADAC. Demnach hat sich die durchschnittliche Reichweite in den vergangenen zehn Jahren [von 151 auf 393 Kilometer erhöht](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/stromverbrauch-elektroautos-adac-test/). Die Bandbreite ist jedoch riesig. Mit dem BMW-SUV iX xDrive50 für gut 100.000 Euro sind [laut ADAC-Test](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/bmw/bmw-ix/) mehr als 600 Kilometer möglich. Das Mini-SUV Dacia Spring gibt es für unter 20.000 Euro, damit kommt man aber nur 200 Kilometer weit – [oder aber deutlich weniger](https://www.zeit.de/mobilitaet/2023-11/dacia-spring-electric-elektroauto-preis-test).

Nur: Wie oft fahren Sie überhaupt weite Strecken? Alle paar Wochen? Dann können Sie für die längere Fahrt auch einen [Mietwagen](https://www.zeit.de/thema/mietwagen) mit Verbrennungsmotor nehmen. Oder unterwegs laden. Blöd nur, dass sehr günstige E-Autos wie der Dacia Spring [vergleichsweise langsam laden](https://www.zeit.de/mobilitaet/2023-05/ladezeit-e-auto-batterie-geschwindigkeit). Um von 15 auf 80 Prozent zu kommen (mehr sollte man nicht aufladen, um die Batterie zu schonen), braucht er rund 45 Minuten. Genau so lange wie der BMW iX – der schafft dann aber auch das Dreifache der Strecke.

Manche Menschen, die sich ein E-Auto kaufen, [behalten aus diesen Gründen ihren Verbrenner](https://www.zeit.de/mobilitaet/2024-01/elektromobilitaet-e-autos-kosten-reparaturen-autoindustrie). Im Alltag fahren sie elektrisch, den Verbrenner nutzen sie für lange Fahrten. Diese Variante ist kostspielig, da alle Kosten doppelt anfallen.

Wenn Sie zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können, spricht das für ein E-Auto. Sie geben dann viel weniger für den Strom aus als an öffentlichen Ladesäulen (und mit Fotovoltaik auf dem Dach erst recht). Zudem erspart es Ihnen viel Stress: Wenn der Akku morgens oder nach Feierabend immer voll ist, müssen Sie bei den üblichen Pendlerstrecken und kleineren Ausflügen gar nicht an öffentliche Ladesäulen fahren. An frei stehenden Häusern lässt sich in der Regel ohne Probleme eine private Ladestation, eine sogenannte Wallbox, installieren. Bei Mehrparteienhäusern [ist es komplizierter](https://www.zeit.de/mobilitaet/2024-12/elektroauto-ladestation-anspruch-mieter-wallbox).

Können Sie weder zu Hause noch am Arbeitsplatz laden, lassen sich manche Ladestopps gut mit dem Wocheneinkauf im Supermarkt oder dem Besuch im Restaurant verbinden. Ansonsten heißt es: Zwangspause und Zeit totschlagen.  

Oder doch besser ein Hybrid?
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Wenn Ihnen E-Autos noch nicht ganz geheuer ist, könnten Hybride eine Option sein. Plug-in-Hybride haben nur eine geringe elektrische Reichweite, [30 bis 100 Kilometer](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/auto/plug-in-hybrid/), danach übernimmt der Verbrennungsmotor. Wenn Sie vor allem kurze Strecken fahren und Ihren Plug-in regelmäßig aufladen, fahren sie meistens elektrisch, dann profitiert auch die Umwelt. Bei Plug-ins gilt jedoch wie bei vollelektrischen Autos: Richtig bequem ist es nur, wenn Sie zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können.

Ist das nicht der Fall, kommen Vollhybride infrage. Die sammeln die Energie, die beim Bremsen entsteht, in einem sehr kleinen Akku. So können Sie bis Tempo 50 oder 60 ein paar Kilometer weit elektrisch fahren. Eine Aufladung per Stromkabel ist weder nötig noch möglich. Durch die elektrische Unterstützung verbrauchen Vollhybride wenig Sprit. Der Nachteil zum Verbrenner: Sie sind teurer.

Welches Auto kann ich mir überhaupt leisten?
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Wenn Sie das Auto nicht komplett vom Ersparten erwerben können oder möchten, müssen Sie ein paar Entscheidungen treffen. Wie lange Sie das Auto abbezahlen oder leasen möchten, zum Beispiel. Und Sie müssen wissen, wie hoch die monatliche Rate für Sie maximal sein darf. Dafür sollten Sie auch die anderen Kosten für den Wagen einkalkulieren.

*   Versicherung: Sie ist neben der monatlichen Rate oft der höchste regelmäßige Posten. Eine Vollkaskoversicherung (greift bei Selbstverschulden und Vandalismus) kann je nach Modell, Region, Höhe des Selbstbehalts und Fahrer inzwischen schon mal mehr als 2.000 Euro im Jahr kosten. Für Autos, die älter als fünf Jahre sind, empfehlen Verbraucherschützer nur eine Teilkaskoversicherung, diese umfasst etwa Diebstahl, Brand und Unwetter. Eine Haftpflicht, die für Schäden bei anderen Verkehrsteilnehmern aufkommt, ist immer dabei.
*   Schutzbrief: Sie benötigen einen Schutzbrief, damit Sie im Fall einer Panne oder eines Unfalls Hilfe bekommen. Diese Leistung bieten neben Autoclubs auch Versicherer an, sie kostet 50 bis 140 Euro jährlich.
*   Kfz-Steuer: Diese richtet sich nach Faktoren wie dem CO₂-Ausstoß und dem Hubraum. Wie viel es für das Modell Ihrer Wahl ist, finden Sie mit einem [Rechner des Bundesfinanzministeriums](https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Service/Apps_Rechner/KfzRechner/KfzRechner.html) heraus.
*   Sprit und Strom: Die aktuellen Durchschnittspreise für Sprit und Strom (für Neukunden) können Sie in unserem [Energiemonitor](https://www.zeit.de/wirtschaft/energiemonitor-strompreis-gaspreis-erneuerbare-energien-ausbau) nachsehen. Für E-Autokunden bieten Energieversorger allerdings spezielle Stromtarife an. Auch die Preise an öffentlichen Ladesäulen unterscheiden sich erheblich. Sie hängen davon ab, ob es eine Schnellladesäule ist und ob Sie einen Vertrag mit dem Anbieter abgeschlossen haben, der für eine monatliche Grundgebühr das Laden günstiger macht. Wenn das nicht der Fall ist, kostet Sie laut einer [Auswertung](https://www.lichtblick.de/ladesaeulencheck/) des Stromanbieters Lichtblick die Kilowattstunde an normalen Ladesäulen 54 Cent und an Schnellladern 64 Cent (Stand April 2024). Mithilfe des Verbrauchs Ihres gewünschten Modells und den Kilometern, die Sie monatlich fahren, können Sie ungefähr ausrechnen, was Sie im Monat zahlen werden.
*   Reparaturen: Eine Schätzung für die Werkstattkosten vieler Modelle gibt der ADAC in seiner umfassenden [Autokostendatenbank](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/). Hier können Sie außerdem Richtwerte für Versicherung, Kfz-Steuer, Treibstoffkosten sowie eine Schätzung für die monatlichen Gesamtkosten anhand Ihrer gefahrenen Kilometer einholen.

Die monatlichen Autokosten beeinflussen Sie zudem über die Laufzeit eines Kredits, wenn Sie denn einen aufnehmen. Kürzere Laufzeit bedeutet höhere Raten, aber über die gesamte Laufzeit gerechnet zahlen Sie weniger Zinsen.  

Es lohnt sich meistens, den Kredit nicht bequem beim Autohändler aufzunehmen, sondern zu vergleichen. Achten Sie neben dem Zinssatz auch darauf, dass Sondertilgungen möglich sind. Wenn Sie etwa Ihr Weihnachtsgeld nutzen, um den Kredit schneller abzubezahlen, zahlen Sie über die gesamte Laufzeit gerechnet weniger Zinsen.

Kann ich neuen Marken trauen?
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Über Marke und Modell entscheidet Ihr Geschmack. Allerdings sollten Sie bedenken: Für Marken, die sich gerade erst in Deutschland verbreiten, ist es meist schwieriger, eine Werkstatt zu finden. Informieren Sie sich vorher beim Hersteller.

Ein noch größeres Problem haben Sie, sollte ein Newcomer insolvent gehen oder sich wieder aus Europa zurückziehen. [Dann kann die Reparatur schwierig werden.](https://www.zeit.de/mobilitaet/2024-11/auto-start-up-e-mobilitaet-software-reparatur) Außerdem sind regelmäßige Updates bei zunehmend digitalisierten Autos kein Schnickschnack, sondern sicherheitsrelevant. Im blödesten Fall lässt sich Ihr Auto gar nicht mehr öffnen.  

Dann vielleicht doch lieber leasen?
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Leasing ist bislang vor allem bei Firmen und Selbstständigen verbreitet. Da hat es den Vorteil, dass Sie die Raten als Betriebsausgaben geltend machen können, das senkt die Steuerlast. Als Privatperson geht das nicht. Dafür fahren Sie immer neue oder fast neue Autos mit allem Komfort, den die aktuellen technischen Fortschritte mit sich bringen.

Leasingverträge laufen üblicherweise über zwei bis vier Jahre. Danach kann oder muss man sich ein neues Auto aussuchen. Das ist insbesondere praktisch, wenn Sie sich jetzt gerade nicht festlegen wollen, sei es auf die Größe des Autos (vielleicht wächst die Familie ja noch/die Kinder ziehen bald aus) oder auf den Antrieb.

Gerade bei Elektroautos kann Leasing sinnvoll sein. Wenn sich die Technik so weiterentwickelt wie zuletzt, wollen Sie in ein paar Jahren wahrscheinlich schon wieder ein neues E-Auto, bekommen für das alte aber nicht mehr viel. Beim Leasing trägt der Verleiher das Risiko, nicht Sie. Wichtig ist dafür, Kilometerleasing und nicht Restwertleasing zu wählen.

Leasing hat drei wichtige Nachteile:

*   Wenn das Auto beschädigt wird, sollten Sie den Schaden ausbessern lassen, [sonst wird es nach der Rückgabe teuer](https://www.zeit.de/mobilitaet/2024-01/autoabos-zusaetzliche-kosten-selbstbeteiligung-schaeden-strafzettel). Sie können sich nicht wie nach einem Autokauf entscheiden, eine Delle einfach eine Delle sein zu lassen.
*   Je mehr Kilometer Sie fahren wollen, desto höher die Leasingrate. Fahren Sie mehr als vereinbart, zahlen Sie drauf. Fahren Sie weniger, gleicht die Erstattung nicht die Kosten für eine höhere Kilometervereinbarung aus. Es gibt zwar eine Variante ohne festgelegte Laufleistung, das Restwertleasing. Doch das ist für die wenigsten attraktiv, da Sie dafür einschätzen müssen, wie hoch der voraussichtliche Verkaufswert am Ende der Laufzeit ist, damit Sie dann nicht ordentlich draufzahlen müssen.
*   Beim Leasing ist das Auto nie abbezahlt. Es ist zwar möglich, einen Leasingvertrag mit Kaufoption abzuschließen. Doch der Kaufpreis zusammen mit den gezahlten Raten ist in der Regel höher, als wenn Sie das Auto direkt kaufen. Und wenn Sie sich nach Ende des Leasings doch gegen den Kauf entscheiden, werden manchmal Sonderzahlungen fällig.

Und was hat es mit diesen Autoabos auf sich?
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Sie können es sich vorstellen wie einen Mietwagen für mehrere Monate, üblicherweise drei bis zwölf. Mehrere Jahre sind aber teils auch möglich. Im Unterschied zum Leasing übernimmt der Verleiher die Zulassung, Versicherung, Reparaturen und Pannenservice. Nur tanken oder laden müssen Sie noch selbst – wie beim Mietwagen eben. Die monatlichen Kosten eines Autoabos sind daher normalerweise höher, als wenn Sie das Fahrzeug leasen. Außerdem haben Sie keinen direkten Einfluss auf die Ausgestaltung der Versicherung, auf die Höhe der Selbstbeteiligung etwa. Eine Kaufoption gibt es normalerweise nicht.

Autoabos bieten sich an, wenn Sie nur für wenige Monate ein Auto brauchen, etwa bei einem Auslandsaufenthalt oder wenn Sie noch auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung sind. Und sie sind eine gute Möglichkeit, um unverbindlich ein Elektroauto zu testen.