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In „Wir Kuckucksbürger“ finden sich Erzählungen von Menschen mit
interkultureller Biografie. Das Buch ist als Non-Profit-Projekt
entstanden. Alle Beteiligten haben sich dafür ehrenamtlich engagiert. Der
Reinerlös kommt jungen Erwachsenen aus dem Migrations- und Arbeitermilieu
zugute. Ihr Leben hat woanders begonnen Wer heute den Begriff Migrant
hört, denkt vor allem an Flucht, Krieg und Elend. Doch […]
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Ein Erzählband fürs Lesevergnügen
In „Wir Kuckucksbürger“ finden sich Erzählungen von Menschen mit interkultureller Biografie. Das Buch ist als Non-Profit-Projekt entstanden. Alle Beteiligten haben sich dafür ehrenamtlich engagiert. Der Reinerlös kommt jungen Erwachsenen aus dem Migrations- und Arbeitermilieu zugute.
Ihr Leben hat woanders begonnen
Wer heute den Begriff Migrant hört, denkt vor allem an Flucht, Krieg und Elend. Doch Migration bedeutet wertneutral einfach nur Wanderung oder Umzug. Und so fallen die meisten Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft nicht auf, sondern sind selbstverständlicher Teil von ihr. Doch ihr Leben hat irgendwann einmal woanders begonnen oder ihre Familien kamen nach Deutschland oder leben heute noch in anderen Ländern. Bi- oder Multikulturelles gehört somit zum Migrant*innen-Leben.

Initiator Sandro Kenda im Porträt von Malerin Monika Lassleben (Bild: Sandro Kenda)
Integration hat funktioniert
Für das Buchprojekt hatte Sandro Kenda in seinem nahen Bekanntenkreis und breiten Netzwerk gefragt, wer seine Geschichte erzählen möchte. Mehr als siebzig Menschen haben sich gemeldet. Dreißig davon haben ihre Geschichte aufgeschrieben, manche nur drei Seiten, andere 15. So ist ein Erzählband erstanden, der in berührenden oder humorvollen Episoden das Ankommen in Deutschland schildert – vom ersten Wort in einer fremden Sprache bis hin zur inneren Gewissheit, dazuzugehören. Es sind alles Geschichten von Menschen, die in Deutschland sozialisiert wurden und bei denen bei der Integration letztlich alles funktioniert hat. Und so arbeiten sie heute zum Beispiel als Rechtsanwält*innen oder Ärzte.
Gemeinwohlorientiert
Die Texte in „Wir Kuckucksbürger“ erzählen leicht, fast spielerisch, was Zugehörigkeit und sozialer Zusammenhalt meinen. Sie laden zu einer demokratischen Kultur des Miteinanders ein. Und so verwundert es wenig, dass auch Menschen aus der DDR ihre Geschichte erzählen durften. Denn Fremdheit gab es auch gegenüber dem „anderen Teil“ von Deutschland. Der Begriff Bürger im Titel steht übrigens, so Sandro Kenda, für die „Orientierung am Gemeinwohl, also die Bereitschaft, über eigene Interessen hinaus zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen. Und genau dafür stehen die Autorinnen und Autoren in besonderem Maße.“

Malerin und Erzählerin im Buch, Monika Lassleben (Bild: Screenshot Sandro Kenda)
Geschichten mit Gesicht
Bebildert wurde der Erzählband von der Kölner Ärztin und Malerin Monika Lassleben. Sie hat von jeder Autorin und jedem Autor ein Porträt gemalt. So bekommen die Geschichten ein Gesicht.
Alle Beteiligten haben unentgeltlich an „Wir Kuckucksbürger“ mitgearbeitet. Dreißig Autor*innen aus siebzehn Ländern und fünf Kontinenten, Malerin Monika Lassleben sowie die beiden Herausgeber Sandro Kenda und Dr. Peter Veit, zwei erfahrene Manager mit zivilgesellschaftlichem Engagement und echte „Südstädter“. Der Reinerlös geht an das gemeinnützige Integrationsprojekt „Netzwerk-Chancen“.
„Wir Kuckucksbürger“ erscheint im Mai als Hardcover und ist bis zur
Severinale im September erhältlich, die Auflage ist begrenzt, eine Vorbestellung empfiehlt sich also. Das Buch kostet 25 Euro.
Und er schon mal eine Kostprobe will, kann die hier bekommen:
https://www.instagram.com/sandrokenda/
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