Am 2. Juni ist das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung zum ersten Mal seit seiner neuen Besetzung nach der Kommunalwahl zusammengekommen. Das Gremium berät den Ausschuss (des Rates) für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden […]
Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung neu konstituiertAm 2. Juni ist das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung zum ersten Mal seit seiner neuen Besetzung nach der Kommunalwahl zusammengekommen. Das
Gremium berät den Ausschuss (des Rates) für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden zu Grundsatzfragen der Beteiligungskultur in Köln sowie zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Leitlinien für Öffentlichkeitsbeteiligung.
Das Beratungsgremium setzt sich in der neuen Ratsperiode aus 16 Einwohner*innen der Stadt Köln zusammen, die im Gremium jeweils zu zweit eine von insgesamt acht unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven einnehmen (Jugend, Senioren, Inklusion, Migration, Quartier, zivilgesellschaftliche Organisationen, queere Community, Wirtschaft).
Die Mitgliedschaft erfolgt, gemäß Geschäftsordnung, auf Vorschlag des kooperativen Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung, das sich aus dem städtischen sowie dem bei der KFA angesiedelten stadtgesellschaftlichen Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung zusammensetzt. Über die Zusammensetzung des Gremiums entscheidet abschließend der Rat der Stadt Köln.
Im Folgenden möchten wir Ihnen die Gremiumsmitglieder kurz vorstellen. Sofern vorhanden, haben wir den Kurzportraits ein Foto sowie zwei Fragen hinzugefügt, die zu beantworten wir die Mitglieder gebeten haben:
Alisa Dumke
Als Mitarbeiterin der
Partnerschaften für Demokratie Köln verfügt Alisa Dumke über langjährige Erfahrung in der Stärkung bürgerschaftlichen Engagements. Ihr Fokus liegt auf der Förderung von Selbstwirksamkeit durch partizipative Maßnahmen und innovative Formate im direkten Lebensumfeld. Sie ist gut mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vernetzt und kennt vielfältige Ansätze der Öffentlichkeitsbeteiligung. Auch privat engagiert sie sich umfassend ehrenamtlich, insbesondere in den Bereichen Inklusion und Bildung. Im Beratungsgremium vertritt Alisa die Perspektive „Zivilgesellschaft“
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?Die Mitglieder arbeiten auf Grundlage ihrer verschiedenen Perspektiven und Hintergründe gemeinsam daran, die städtischen Beteiligungsstrukturen weiterzuentwickeln. Ich selbst werde dabei sicherlich noch einiges über die bereits bestehenden Verfahren und Möglichkeiten lernen.Was ist Ihnen besonders wichtig aus der Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?Ich möchte zivilgesellschaftliche Vereine und Organisationen, die in diesen Zeiten immer mehr unter Druck geraten, darin bestärken, sich weiterhin einzubringen und demokratische Möglichkeiten der Beteiligung sowie des Widerstandes zu nutzen, um so die demokratische Resilienz zu stärken.Hans KummerHans´ Engagement für Partizipation in der Stadtentwicklung reicht zurück bis zum Leitbildprozess „Köln 2020“ (2002) und setzt sich fort über die Mitarbeit in der BI Helios und bei
allen größeren Beteiligungsformaten zum Städtebau in Köln. Er ist das „dienstälteste“ Mitglied des Beratungsgremiums Öffentlichkeitsbeteiligung und war 2014 Mitbegründer des Bündnisses „
Köln Mitgestalten“ als Vertretung zahlreicher bürgerschaftlicher Initiativen und Gruppen. Das von
Köln Mitgestalten erarbeitete „Positionspapier“ zur Bürgerbeteiligung und die Durchführung der Veranstaltungsreihe „Abende des guten Gesprächs“ mit Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung waren wesentliche Impulse, aus denen später der Leitlinienprozess und die Erarbeitung der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung hervorgingen. Neben seinem Engagement im Beratungsgremium engagiert sich Hans im Vorstand des
Hauses der Architektur Köln (HdAK).
Im Beratungsgremium vertritt Hans die Perspektive „Zivilgesellschaft“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Ich möchte die bisherige gute Arbeit im Gremium fortsetzen, den guten Kontakt zu Politik und Verwaltung weiter vertiefen und verfestigen im Sinne von „Selbstverständlichkeit“, Akzeptanz und Respekt. Die Belange der einzelnen Perspektiven möchte ich noch deutlicher herausarbeiten und zu einem „Ganzen“ konstruktiv verschmelzen. Außerdem möchte ich dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad der aktiven Beteiligungsmöglichkeiten in der Stadt zu steigern.Was ist Ihnen besonders wichtig aus der Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
Aktive Beteiligung ist ein für unser Demokratieverständnis wesentliches Element. Ich möchte die Initiativen in Köln ermutigen, sich einzubringen und Beteiligung von unten nach den Regeln der Leitlinien auch aktiv einzufordern. Beteiligung soll und darf nicht Beschäftigungstherapie oder Ablenkung von eigentlich wichtigen Themen sein.Ruth zum Kley
leitet das
KKT. Kölner Künstler:innen Theater in Ehrenfeld. Als Regisseurin, Theaterleiterin und Trainerin setzt sie sich seit vielen Jahren für Begegnung, Teilhabe und gesellschaftlichen Dialog ein. In ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verbindet sie kulturelle Bildung mit Themen wie Migration, Integration, Inklusion und demokratischer Mitgestaltung. Durch ihre Tätigkeit im Theater, in Schulen und in der Erwachsenenbildung kennt sie unterschiedliche Lebenswelten und Perspektiven. Beteiligung versteht sie als Möglichkeit, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, unterschiedliche Erfahrungen sichtbar zu machen und gemeinsames Gestalten zu ermöglichen. Im Beratungsgremium vertritt Ruth die Perspektive „Migration“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Ich wünsche mir Beteiligungsprozesse, die viele Menschen erreichen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Besonders interessiert mich die Frage, wie Beteiligung so gestaltet werden kann, dass Menschen sich eingeladen fühlen, ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen aktiv einzubringen. Das Beratungsgremium sehe ich als Ort des Austauschs, des gemeinsamen Lernens und der Frage, wie Beteiligung in Köln möglichst zugänglich, vielfältig und wirksam gestaltet werden kann.Was ist Ihnen besonders wichtig aus der Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
Aus der Perspektive „Migration“ ist mir wichtig, den Blick auf Zugänge, Teilhabe und Zugehörigkeit zu richten. Eine zentrale Frage ist für mich, wer sich tatsächlich eingeladen, angesprochen und gehört fühlt. Ebenso wichtig ist, dass Menschen die Möglichkeit haben, ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven selbst zu erzählen und mit ihrer Stimme am gesellschaftlichen Dialog teilzunehmen. Beteiligung wird stärker, wenn unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden und Menschen erleben, dass ihre Sichtweisen und Beiträge wirksam werden können.Elizaveta Khan
Als Mitbegründerin und Geschäftsführerin des
Integrationshaus e.V. in Kalk setzt sich Lisa seit vielen Jahren für demokratische Teilnahme und Teilhabe sowie für eine diversitätssensible Haltung ein – getragen von fachlicher Expertise und persönlicher Überzeugung. Auch die zwölf Jahre im Vorstand der
Bürgerstiftung KalkGestalten haben ihr gezeigt, wie viel gemeinsames Handeln bewirken kann. Mit ihrem intersektionalen Blick, Freude an Zusammenarbeit und vielfältigen Erfahrungen möchte sie dazu beitragen, die Beteiligung offener, gerechter und menschlicher zu gestalten.
Im Beratungsgremium vertritt Lisa die Perspektive „Migration“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Ich gehe mit dem Anspruch in das Gremium, Öffentlichkeitsbeteiligung nicht als Selbstzweck zu verstehen, sondern als echtes Instrument demokratischer Mitgestaltung. Beteiligung muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird – bei Menschen, die strukturell weniger Gehör finden. Ich möchte dazu beitragen, Formate und Prozesse zu entwickeln, die zugänglich, mehrsprachig und wirklich offen sind. Dabei bringe ich eine intersektionale Perspektive mit: Wer wird eingeladen? Wessen Stimme zählt? Wie schaffen wir Räume, in denen Vielfalt nicht toleriert, sondern als Stärke genutzt wird?Was ist Ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
Als Person mit langjähriger Erfahrung in migrantischer Selbstorganisation und zivilgesellschaftlichem Engagement ist mir besonders wichtig, dass Beteiligung keine Einbahnstraße ist. Menschen mit Migrationsgeschichte, mit wenig institutioneller Macht oder mit anderen Lebensrealitäten müssen nicht nur einbezogen, sondern als gleichwertige Gestalter:innen ernst genommen werden. Ich möchte sicherstellen, dass das Gremium diese Perspektiven aktiv sucht – und nicht erst dann einbezieht, wenn Entscheidungen bereits gefallen sind oder nur einbezieht, wenn es um „Interkulturalität“ geht. Sandra Jasper
Als Sozialraumkoordinatorin im Bereich Mülheim-Nord/Keupstraße ist Sandra mit zahlreichen Beteiligungsprozessen beschäftigt, darunter dem Kampf um die Realisierung des NSU-Mahnmals sowie der Belebung und Verbesserung des Wiener Platzes. Begonnen hat diese Beschäftigung vor über zehn Jahren mit dem
„Raum ganz schön Kalk“ in dem die Bewohner des Stadtteils eigene Ideen umsetzen konnten. Von der Mitarbeit im Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung erhofft Sandra sich einen Transfer der Erkenntnisse aus ihren eigenen Beteiligungserfahrungen in die formellen Beteiligungsprozesse der Stadt Köln und umgekehrt. Im Beratungsgremium vertritt Sandra die Perspektive „Quartier“
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Seit zweieinhalb Jahren bin ich als Sozialraumkoordinatorin mit Beteiligungsprozessen in Mülheim beschäftigt. Was deutlich wird: Es braucht einen langen Atem. Für die Teilnahme am Gremium wünsche ich mir einen offenen Austausch von Wissen und Erfahrungen. Wie können Beteiligungsprozesse auf den unterschiedlichen Ebene – in Initiativen, Vereinen und Verbänden, in der Kommunalpolitik sowie in der systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln – (noch) wirkungsvoll(er) sein? Wie können Synergien geschaffen werden? Wie kann echte Beteiligung in der Zivilgesellschaft, in der Verwaltung und der Politik noch weiter gestärkt werden? Was ist Ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
I
ch bringe die sozialräumliche Perspektive ein, die aus meiner Sicht von großer Bedeutung für Beteiligungsprozesse ist. Es geht darum, erst einmal zu fragen: Was sind die konkreten Bedingungen, Ressourcen und Beziehung aber auch Konflikte und Bedarfe vor Ort? Wie sieht die Lebenswirklichkeit der Menschen aus? Welche Multiplikator:innen und Netzwerke können genutzt werden, um möglichst viele unterschiedliche Menschen für Beteiligung zu gewinnen? Gertrude Helm
verfügt über umfangreiche Erfahrungen in Beteiligungs- und Mitwirkungsprozessen, die sie in ihrer Tätigkeit als Stadtplanerin in der Kommunalverwaltung in Köln und Aachen gesammelt hat. Dazu zählen Projekte der
Sozialen Stadt, die Gestaltung öffentlicher Räume sowie die Mitwirkung am Innenstadtkonzept der Stadt Aachen. In Köln möchte sie sich nun auf bürgerschaftlicher Ebene engagieren, da Kommunalpolitik für sie die unmittelbarste Form gelebter Demokratie darstellt. Gertrude engagiert sich bereits für gemeinwohlorientierte Anliegen im Mülheimer Süden und bringt sich punktuell in Planungsprozesse in Nippes ein. Im Beratungsgremium vertritt Gertrude die Perspektive „Quartier“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Meine Erfahrungen mit Beteiligungen der Öffentlichkeit reichen von „gestaltend und belebend“ bis hin zu „Alibi, lästige Pflicht“. Es kommt offenbar sehr darauf an, dass die Adressaten in Rat und Verwaltung es ernst meinen und aufgeschlossen sind. Das Beratungsgremium kann eine Vermittlerrolle in dem Sinne spielen, dass es Bürgeranregungen in umsetzbare Vorhaben übersetzt.Was ist ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
Ich wünsche mir, dass bürgerschaftliche Anregungen aus der genauen Ortskenntnis der aktiven Bürger heraus die Planung verbessern helfen und möglichst noch weitere StadtteilbewohnerInnen zum Mittun aktivieren. Das können sie umso besser, wenn sie auch Erfolge erwirken.Frank Liffers
Als Geschäftsführer von
junge Stadt köln e.V. liegt es Frank am Herzen, die Beteiligung von jungen Menschen zu stärken. Seine Erfahrungen in der Organisation, Begleitung und Moderation von Beteiligungsprozessen kommen ihm dabei ebenso zugute wie seine Ausbildung als systemischer Moderator. Im Beratungsgremium vertritt Frank die Perspektive „Jugend“.
Marc Haine
ist Vorstandsvorsitzender der
Arbeitgemeinschaft der offenen Tür (AGOT) Köln sowie hauptamtlicher Vorstand des
Vereins miteinanderleben e.V., der sich seit 1965 für das Zusammenleben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung einsetzt.
Als langjähriges Mitglied des Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung ist er mit den Aufgaben des Gremiums bestens vertraut und freut sich auf Kontinuität und Erneuerung gleichermaßen. Im Beratungsgremium vertritt Marc die Perspektive „Jugend“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgemium Öffentlichkeitsbeteiligung?Das Beratungsgremium und das Büro Öffentlichkeitsbeteiligung haben erheblich zu einer Verstetigung von Beteiligungsprozessen in der gesamten Stadt beigetragen. Und es braucht weiterhin eine kontinuierliche Vertretung des Themas, um diese noch recht jungen Beteiligungsformen dauerhaft im Bewusstsein der städtischen Verwaltung, der kommunalpolitischen Vertretungen sowie der Bürgerschaft zu stärken.Was ist ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
„Kinder sind unsere Zukunft“ ist ein oft zitierter Ausspruch, politische Entscheidungen folgen dieser Logik nur ganz selten. Junge Menschen sind ein zunehmend kleinerer Teil unserer Gesellschaft und die Vertretung ihrer Perspektive ist auch ein Auftrag an die Erwachsenenwelt. Diesem Auftrag möchte ich mit der Perspektive Jugend im Beratungsgremium nachkommen.Melek Henzeist seit über 5 Jahren für die
Diakonie Köln und Region Patin des
Seniorennetzwerk Lindweiler im Kölner Norden und begleitet dieses intensiv. Auch als Präsidialversammlungsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentags setzt sie sich seit vielen Jahren in Projektleitungen für die Sichtbarmachung von Senior*innenthemen ein. Als zertifizierte Mediatorin und interkulturelle Beraterin für konfliktfreie Kommunikation gilt ihr besonderes Augenmerk dabei den Herausforderungen einer vielfältigen Gesellschaft. Als Kuratoriumsmitglied der
Stiftung Wings of Hope setzt sie sich für Friedens- und Dialogarbeit mit Menschen aus Kriegs- und Gewaltregionen ein. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen nicht nur in den Bereichen Gesundheit und Pflege, sondern auch in Kitas, in Schulen und der Erwachsenenbildung. Hier hat Melek Henze ihre umfangreiche persönliche und berufliche Erfahrung mit den Themen interkulturelle Kommunikation, Empowerment und Beteiligung immer wieder einbringen können. Als Bürgerin Kölns möchte sie im Beratungsgremium „zu einem guten Leben aller“ beitragen. Im Gremium vertritt Melek Henze die Perspektive „Senioren“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Ich gehe in das BGÖ, um den Dialog zwischen Stadtverwaltung, Politik und Bürgerschaft aktiv zu stärken. Wichtig finde ich, dass Bürger*innen so gut wie möglich frühzeitig, transparent und nachvollziehbar in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dabei liegt mir der Austausch unterschiedlicher Perspektiven, Ideen und Erfahrungen am Herzen, um Beteiligungsprozesse bürgernah, verständlich und wirksam zu gestalten. Die Öffentlichkeitsbeteiligung sehe ich nicht nur als Informationsinstrument, sondern auch als Chance gemeinsam tragfähige Lösungen für die Herausforderungen unserer Stadt zu entwickeln.Was ist Ihnen besonders wichtig aus der Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
Aus der Perspektive der Senior*innen ist mir besonders wichtig, dass Beteiligungsangebote für alle Menschen zugänglich und verständlich gestaltet werden, auch für jene ohne hohe digitale Affinität oder mit Mobilitätseinschränkungen. Themen wie Barrierefreiheit, Mobilität, Sicherheit im öffentlichen Raum, soziale Teilhabe und Generationengerechtes Zusammenleben spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist es mir wichtig, Brücken zwischen den Generationen zu bauen. Gute Öffentlichkeitsbeteiligung sollte unterschiedliche Altersgruppen miteinander ins Gespräch bringen und dafür sorgen, dass Entscheidungen die Bedürfnisse aller Menschen in Köln berücksichtigen. Die Perspektive älterer Menschen kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten und die Kommunikation zwischen den Generationen positiv begleiten.
Axel Friese 
ist Mitbegründer des Vereins
Radeln ohne Alter Köln e.V., der mit seinen über 30 Rikschas und mehreren hundert ehrenamtlich Engagierten seit einigen Jahren Touren für Seniorinnen und Senioren anbietet. Axel bezeichnet sich als Innovations-Experten, Sozial-Unternehmer, analytischen Strategen und „Möglich-Macher“. Sein Wissen und seine Erfahrungen beim Verknüpfen der Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Lokalpolitik mit denjenigen der Zivilgesellschaft möchte er zum Wohl der Stadt Köln einbringen. Im Beratungsgremium vertritt Axel die Perspektive „Senioren“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?Noch keine, blanke NeugierWas ist ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?Die meisten Menschen in der Zielgruppe „Senior:innen“ haben andere Herausforderungen als Bürgerbeteiligung – das gilt wohl generell. Das heißt: Wir müssen vermitteln, welchen Mehrwert Bürgerbeteiligung hat. Oder: Wie können sich die persönlichen Lebensbedingungen durch Mitmischen verbessern.Paul Intveen
ist seit über 15 Jahren aktiv in der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung: u.a. als Mitglied der
Stadt-AG Behindertenpolitik, im
Arbeitskreis barrierefreies Köln sowie als sachkundiger Einwohner in den Ratsausschüssen für Soziales und Mobilität. Als blinde Person kennt er die Herausforderungen und den Erklärungsbedarf rund um Behinderung aus eigener Erfahrung. Paul ist überzeugt, dass vielfältige Perspektiven in Entscheidungsprozesse einbezogen werden müssen, da niemand alle Sichtweisen allein erfassen kann. Im Beratungsgremium vertritt Paul die Perspektive „Inklusion“.
Ulrich Trapp
ist Maschinenbauingenieur und langjähriges Mitglied im Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung. Seine Mitarbeit im Beratungsnetzwerk Inklusion, im
Inklusionsausschuss der Stadt Köln und in der
Stadtschulpflegschaft verschaffen ihm dafür ebenso hilfreiche Einblicke wie seine Erfahrungen als IT-Systembetreuer und -berater für Mitarbeitende mit Einschränkungen im öffentlichen Dienst, als Vertrauensperson der Schwerbehinderten oder als stellvertretender Vorsitzender der Gesamtpersonalvertretung einer großen öffentlich-rechtlichen Organisation. Im Beratungsgremium vertritt Ulrich die Perspektive „Inklusion“.
Birgit Döring (sie)kommt aus der Gewerkschaftsarbeit und hat dort unter anderem Erfahrungen im Community Organizing gesammelt. Als Mitinitiatorin des Dyke March Cologne hat sie über viele Jahre hinweg die Sichtbarkeit von Lesben innerhalb der queeren Community gestärkt, unter anderem im Rahmen des
CSD Pride Cologne. Von ihrer Mitarbeit im Beratungsgremium erwartet sie, aktiv an der Entwicklung von Ideen mitzuwirken, die die Handlungsfähigkeit von Menschen stärken. Im Beratungsgremium bringt Birgit die Perspektive „Queer“ ein.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?Ich werde erstmal mit Neugier in das Beratungsgremium gehen, da ich leider immer noch nicht genau weiß, was unsere Aufgaben sind.
Gerne möchte ich zur Entwicklung einer guten Organisationsstruktur für die Beteiligung der Kölner Bevölkerung beitragen – unabhängig von gesellschaftlicher Klasse, Herkunft, sexueller Orientierung oder Geschlecht.Was ist ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?Ich habe kein Mandat, die queere Community zu vertreten. Mein Anliegen ist vielmehr, daran mitzuwirken, dass Beteiligung besser organisiert und gestaltet werden kann und gemeinsam zu überlegen, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.Markus Johannes
verfügt über langjährige Erfahrung in der Gremienarbeit und der Interessenvertretung für queere Communities. Er war u.a. Landesgeschäftsführer des
Queeren Netzwerks NRW und Mitglied im
WDR Rundfunkrat (als Vertreter der schwulen und lesbischen Communities). Als Kreisgruppengeschäftsführer des
Paritätischen Köln war er drei Jahre Mitglied im
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren der Stadt Köln. Seit 2025 ist er Projektkoordinator der Bundesfachstelle Pflege und Alter(n) bei der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. Wichtig ist ihm, dass Menschen ihre Stimme einbringen, Verantwortung übernehmen und mitgestalten, statt nur zuzusehen. Im Beratungsgremium vertritt Markus die Perspektive „Queer“.
Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in das Beratungsgremium Öffentlichkeitsbeteiligung?
Durch meine Erfahrungen in der Gremienarbeit weiß ich, dass Beteiligungs- und Veränderungsprozesse langsam und in kleinen Schritten erfolgen. Sichtbarkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich hoffe, dass ich mit fundierten Impulsen den Blick von Entscheidungsträger*innen in unserer Stadt hilfreich und zielführend erweitern kann, damit diese durchdachte Ergebnisse erzielen können. Was ist Ihnen besonders wichtig aus der besonderen Perspektive, die Sie im Gremium vertreten?
Die queere Community ist im politischen Köln in weiten Teilen gut sichtbar, integriert und repräsentiert. Mein Augenmerk liegt daher auf den queeren Menschen in unserer Stadtgesellschaft, denen durch besondere Lebenssituationen eine Teilhabe erschwert wird oder nicht möglich ist. Ältere Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter*personen, queere Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung bzw. chronischen Erkrankungen, mit Migrationsgeschichte oder in prekären Lebensumständen werden mit Ihren Bedarfen und Bedürfnissen häufig übersehen oder nicht ausreichend mitgedacht. Gemeinsam mit den Vertreter*innen anderer Perspektiven im Gremium möchte ich den intersektionalen Blick auch auf diese Mitbürger*innen legen, um für sie Öffentlichkeitsbeteiligung zu stärken. Fabian Guzzo
ist Gründer der Demokratieplattform
„Köln spricht“ und der „KreAktiv- und Transformationsagentur“
Digital Chamäleons, mit der er gemeinwohlorientierte Organisationen in ihren digitalen Auftritten, aber auch zu ihrer Organsiations- und Kommunikationsstruktur berät. Offene Kommunikation, Kritikfähigkeit und dialogische Prozesse gehören zu Fabians wesentlichen Anliegen, egal ob er sich bei Köln spricht für „Freie Rede, Musik, Gesellschaft, Tanz & Kultur“ engagiert oder mit seiner Firma Vereine berät. Im Beratungsgremium vertritt Fabian die Perspektive „Wirtschaft“.
Harald Scheinist Partner des IT-Unternehmens Avento und zugleich Gründungsmitglied und im Vorstand des
Zukunftsrat Köln e.V., jenes Vereins, der im vergangenen Jahr den ersten Kölner Bürgerrat mitorganisierte. Harald ist ein leidenschaftlicher Streiter für mehr Beteiligung, die er nicht im Gegensatz, sondern als Unterstützung einer lebendigen, repräsentativen Demokratie versteht. Im Beratungsgremium vertritt Harald die Perspektive „Wirtschaft“