Die deutsch-britische Aktivistin und Performance-Künstlerin Tanya Ury sucht kuratorische Unterstützung bei der Suche nach Förder- und Ausstellungsmöglichkeiten ihrer 2.000 Bilder umfassenden Fotoserie Fading into the Foreground. Außerdem benötigt sie praktische Hilfe bei der Digitalisierung ihres umfangreichen Fotoarchivs. Diese Fotoserie zum Thema „Camouflage“ nahm ihren Anfang 1996 und entstand aus Recherchen und Kunstwerken zur faschistischen Geschichte
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Kuratorische und praktische Unterstützung für Fotoarbeit von Tanya Ury gesuchtDie deutsch-britische Aktivistin und Performance-Künstlerin Tanya Ury sucht kuratorische Unterstützung bei der Suche nach Förder- und Ausstellungsmöglichkeiten ihrer 2.000 Bilder umfassenden Fotoserie
Fading into the Foreground. Außerdem benötigt sie praktische Hilfe bei der Digitalisierung ihres umfangreichen Fotoarchivs.

©Tanya Ury / Teil der Fotoserie „Fading into the Foreground“
Diese Fotoserie zum Thema „Camouflage“ nahm ihren Anfang 1996 und entstand aus Recherchen und Kunstwerken zur faschistischen Geschichte des Modehauses Hugo Boss, das während des Zweiten Weltkriegs Naziuniformen herstellte. Boss hat sich seither zu einem der größten Modeunternehmen der Welt entwickelt, stellt heute aber nur noch Modeaccessoires her. 1997 weigerte sich die Hugo Boss AG, die von Elisabeth Timm 1997 in Auftrag gegebene Untersuchung zu veröffentlichen (www.metzingen-zwangsarbeit.de), die auf die Verstrickung von Hugo Boss mit dem Naziregime hinwies. Heutzutage dagegen ist der Military-Look, auch wenn er nicht von Boss produziert wird, zu einer alltäglichen und auffälligen Mode geworden.
Tanya Ury fotografierte seit 2006 in zahlreichen Städten der Welt Passanten, die in Camouflage-Uniform gekleidet waren, u.a. in Köln, London, Jerusalem, Amsterdam, Warschau, Las Palmas de Gran Canaria, New York, Paderborn, Kassel (während der Dokumenta 2012), Wien, Zürich, Vancouver, Sofia, Montreux, Paris, Ljubljana, Assen, Palma de Mallorca, Malmö, Brüssel, Belgrad u.v.a..
Aus gesundheitlichen Gründen musste Tanya Ury ihre Arbeit an der Serie für einige Jahre unterbrechen. Nun, im Jahre 2023 ist das Thema Camouflage und Militäry-Look aktueller denn je.
Über Tanya Ury
Seit 1988 produziert Ury Video, Performances (inklusive improvisierter Gedichte mit Musikern) Vorträge für Universitäten, Ausstellungen, Konferenzen und Festivals. Sie hat Photoarbeiten und Hologramme gemacht, kreiert Objekte, Audiotexten und Installation. Sie betätigt sich auch als Kuratorin und Schriftstellerin von Artikeln, Kurzgeschichten und Poesie. Tanya Ury hat ihre Arbeiten breit ausgestellt in: England, Irland, Schottland, Wales, den Niederlanden, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Slowenien, Polen, Ungarn, Bulgarien, Kanada, Taiwan, Israel, USA, Kolumbien, der Tschechischen Republik, Schweden und Serbien.
Tanya Ury ist 1951 in London geboren und lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in Köln, woher ein großer Teil ihrer Familie, darunter namhafte deutsch-jüdische Autor:innen, stammt. Viele ihrer Angehörigen sind von den Nationalsozialisten ermordet worden. 1999 hat Ury das Familienarchiv dem Historischen Archiv der Stadt Köln zur Aufbewahrung gegeben. 2009 ist es mit dem Einsturz des Gebäudes untergegangen. Für die Künstlerin eine Aufforderung, sich künstlerisch umso mehr mit dem Themenkomplex „Archiv“ auseinanderzusetzen. Weitere Infos unter
www.wikiwand.com/de/Tanya_UryInteresse an Kulturpatenschaft für Tanya Ury
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