Gemeinschaft / Personalsituation:
In 2023 bestand die Gruppe aus im Guffantihaus Lebenden, externen Mitarbeitenden, Praktikantinnen und langjährigen Ehrenamtlichen. In der Gemeinschaft lebten zehn Mitarbeitende, fünf aus der Ukraine Geflüchtete, regelmäßige Praktikantinnen, Gäste aus La Rochelle. Zusätzlich: sieben extern Mitarbeitende. Unterstützt wurde die Emmaus-Arbeit von ca 70 Ehrenamtlichen (Verkauf/Suppenküche).
Arbeiten / Wirtschaftliches:
Der Verkauf gerade an der Geestemünder Straße und im Laden Nippes entwickelte sich zum Ende 2023 doch recht positiv.
Geestemünder Straße 445.600,– €
Laden Nippes 29.000,– €
Café – Zuschuss Stadt Köln / Erlöse 31.000,– €
Mieten und andere Einnahmen 92.000,– € (Sendemast/NetzAgentur/Krankenkassen/ Dienstleistung Fa Glaser)
Spenden 30.200,– €
Total 627.800,– €
Abholungen/Warenabgabe: ca 15 t die Woche, wobei Emmaus möglichst im Kölner Norden Abholungen durchführen will.
Ein größerer Fokus liegt auch auf schnelleren Lieferungen, die Emmaus auch teurer abrechnet. In 2023 wurde durch die Fa Glaser im Bürohaus eine neue Heizung (Photovoltaik/Gas/Wärmepumpe) installiert. Endgültige Kosten/Endabrechnung der ausführenden Firma betrugen ca 105.000,– €. Das Bundesamt für Wirtschaft hat Anfang 2024 eine Förderung von ca 27.000,– € überwiesen. Bilderverkauf: eine Ehrenamtlerin hilft unregelmäßig bei den Bildern, vor allem bei der Preisgestaltung. Zwei bis drei weitere Personen kümmern sich sehr regelmäßig um die Wartung und Herrichtung von Fahrrädern. Beides: Bilder, Fahrräder und auch Musikinstrumente haben dazu geführt, dass die Einnahmen im Laden Baudriplatz zugenommen haben. Seit August 2023 wurden für die Mitarbeitenden Stundenzettel eingeführt, die jede/r selbstständig auszufüllen hat und die jeweils Anfang eines Monats eingesammelt und aufbewahrt werden.
Hilfstransporte/ Solidarität:
Sechs Hilfstransporte in 2023 mit jeweils circa 12 bis 15 Tonnen Gebrauchtwaren (überwiegend Möbel, Hausrat, Spielzeug und Elektroartikel nach Polen. Vor allem der Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass die meisten deutschen Emmaus-Gruppen mit Materialien und bei der Beladung der LKW beteiligt waren. Eine frühere Mitarbeiterwohnung im Guffantihaus wurde renoviert und ist seit Mai 2022 von einer 5-köpfigen ukrainischen Familie bewohnt. Solidaritäts-Geldtransfers: Transportkosten ca 12.000,– €, an Emmaus Europa: 2.000,– € (Ukraine- hilfe), an Emmaus International: 1.300,– €, 2.500,– € an VCDS in Indien Kosten Suppenküche Appellhofplatz bleiben hoch und sind gestiegen auf ca 6.000,– €. Ende 2023 konnten wir als Verteiler von Lebensmitteln einen Zuschuss bei Sozialministerium NRW beantragen, der mit 2.000,– € für fünf Monate beschieden wurde. Die Zahl der Personen, die die Suppenküche aufsuchen ist seit der Pandemie auf ca 30 bis 35 Personen gesunken. Das Angebot, an Essen zu gelangen, hat im Zentrum der Stadt zugenommen. Bisher gibt es jedoch keine Überlegungen, das Projekt einzustellen, zumal die Zusammenarbeit mit dem Verein „Gesundheit für Wohnungslose“ schon seit 30 Jahren existiert und sich bewährt hat
Andere Aktivitäten:
Netzwerkarbeit:
Anderes:
Ausblick/Perspektiven/Probleme:
Es bleibt allerdings weiterhin eine wichtige Aufgabe für Verein und Gemeinschaft, sich über das Wesen der Emmaus-Gemeinschaft permanent Gedanken zu machen in einer Zeit der individualistischen Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Die Fragen der Klimakrise werden auch Emmaus nachhaltig und einschneidend beschäftigen und diese waren auch Thema bei der Emmaus Europa Regionalversammlung im Oktober 2024. Eine entsprechende Erklärung von Emmaus Europa ist übersetzt und zur Verteilung vorgesehen, vor allem für die anstehenden Europa-Wahl im Juni 2024. Welche konkreten Antworten kann Emmaus angesichts der Vermüllung unserer Gesellschaft wirklich geben (zu hohe Kleiderberge mit schlechter Qualität / ausufernder Plastikbedarf / Wegwerfmentalität)? Die Klimaveränderung und die damit verbundenen Probleme von Mobilität, Energieversorgung und Konsumverhalten in unserem Alltag aber auch die großen Migrationsströme, die in den nächsten Jahren zu erwarten sind, ist und bleibt das größte weltweite Problem.
In 2023 bestand die Gruppe aus im Guffantihaus Lebenden, externen Mitarbeitenden, Praktikantinnen und langjährigen Ehrenamtlichen. In der Gemeinschaft lebten zehn Mitarbeitende, fünf aus der Ukraine Geflüchtete, regelmäßige Praktikantinnen, Gäste aus La Rochelle. Zusätzlich: sieben extern Mitarbeitende. Unterstützt wurde die Emmaus-Arbeit von ca 70 Ehrenamtlichen (Verkauf/Suppenküche).
Arbeiten / Wirtschaftliches:
Der Verkauf gerade an der Geestemünder Straße und im Laden Nippes entwickelte sich zum Ende 2023 doch recht positiv.
Geestemünder Straße 445.600,– €
Laden Nippes 29.000,– €
Café – Zuschuss Stadt Köln / Erlöse 31.000,– €
Mieten und andere Einnahmen 92.000,– € (Sendemast/NetzAgentur/Krankenkassen/ Dienstleistung Fa Glaser)
Spenden 30.200,– €
Total 627.800,– €
Abholungen/Warenabgabe: ca 15 t die Woche, wobei Emmaus möglichst im Kölner Norden Abholungen durchführen will.
Ein größerer Fokus liegt auch auf schnelleren Lieferungen, die Emmaus auch teurer abrechnet. In 2023 wurde durch die Fa Glaser im Bürohaus eine neue Heizung (Photovoltaik/Gas/Wärmepumpe) installiert. Endgültige Kosten/Endabrechnung der ausführenden Firma betrugen ca 105.000,– €. Das Bundesamt für Wirtschaft hat Anfang 2024 eine Förderung von ca 27.000,– € überwiesen. Bilderverkauf: eine Ehrenamtlerin hilft unregelmäßig bei den Bildern, vor allem bei der Preisgestaltung. Zwei bis drei weitere Personen kümmern sich sehr regelmäßig um die Wartung und Herrichtung von Fahrrädern. Beides: Bilder, Fahrräder und auch Musikinstrumente haben dazu geführt, dass die Einnahmen im Laden Baudriplatz zugenommen haben. Seit August 2023 wurden für die Mitarbeitenden Stundenzettel eingeführt, die jede/r selbstständig auszufüllen hat und die jeweils Anfang eines Monats eingesammelt und aufbewahrt werden.
Hilfstransporte/ Solidarität:
Sechs Hilfstransporte in 2023 mit jeweils circa 12 bis 15 Tonnen Gebrauchtwaren (überwiegend Möbel, Hausrat, Spielzeug und Elektroartikel nach Polen. Vor allem der Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass die meisten deutschen Emmaus-Gruppen mit Materialien und bei der Beladung der LKW beteiligt waren. Eine frühere Mitarbeiterwohnung im Guffantihaus wurde renoviert und ist seit Mai 2022 von einer 5-köpfigen ukrainischen Familie bewohnt. Solidaritäts-Geldtransfers: Transportkosten ca 12.000,– €, an Emmaus Europa: 2.000,– € (Ukraine- hilfe), an Emmaus International: 1.300,– €, 2.500,– € an VCDS in Indien Kosten Suppenküche Appellhofplatz bleiben hoch und sind gestiegen auf ca 6.000,– €. Ende 2023 konnten wir als Verteiler von Lebensmitteln einen Zuschuss bei Sozialministerium NRW beantragen, der mit 2.000,– € für fünf Monate beschieden wurde. Die Zahl der Personen, die die Suppenküche aufsuchen ist seit der Pandemie auf ca 30 bis 35 Personen gesunken. Das Angebot, an Essen zu gelangen, hat im Zentrum der Stadt zugenommen. Bisher gibt es jedoch keine Überlegungen, das Projekt einzustellen, zumal die Zusammenarbeit mit dem Verein „Gesundheit für Wohnungslose“ schon seit 30 Jahren existiert und sich bewährt hat
Andere Aktivitäten:
Netzwerkarbeit:
- Seniorennetzwerk Niehl mit regelmäßigen Treffen
- regelmäßige Treffen des Vorstandes von „Gesundheit für Wohnungslose“ in Kooperation mit der Emmaus Suppenküche am Appellhofplatz. Willi Does ist seit Oktober 2022 Vorsitzender dieses Vereins
Anderes:
- „Blauer Abend“ in Nippes am 2.9.2023 mit Öffnung des Ladens mit blauen Artikeln und ein wenig Musikprogramm
- Beteiligung an „Familienflohmärkten“ auf dem Gelände der Dr. Dormagen- Guffanti- Stiftung
- unregelmäßige Treffen der deutschen Emmaus- Gruppen. Hier ist die Ausrichtung und Orientierung nicht sehr klar.
- Keine Teilnahme an der Regionalversammlung von Em- maus Europa, Emmaus in Köln beteiligt sich ausschließlich am Containerprogramm von Emmaus Europa und am Beitrag zur Solidarität bei Emmaus International mit einer durchschnittlichen Tageseinnahme von 1.300,– €. Mitgliedbeiträge für Emmaus International: 5.500,– € p.a. und 2.000,– € p.a. für Emmaus Europa.
Ausblick/Perspektiven/Probleme:
- Investitionen: Bedingt durch die Pandemie, sind außer der Heizungsanlage Bücherhaus fast keine Investitionen möglich gewesen. An den Verkaufshallen an der Geestemünder Straße wurden die ersten Verschönerungsarbeiten begonnen (Verputzarbeiten / Anstrich der Außenfassade)
- Sicherung des Wohnhauses: Kontakte in die Politik und zur Stiftung Dr. Dormagen-Guffanti, um eine weitere Option nach 2025 zu erhalten. Die ersten Treffen haben bereits stattgefunden und müssen unbedingt fortgesetzt werden. Der Vorsitzende hat auf Anraten der früheren Sozialdezernentin Kontakt aufgenommen mit den Dezernenten für Soziales und Liegenschaften und den jeweiligen Amtsleiter*innen.
Es bleibt allerdings weiterhin eine wichtige Aufgabe für Verein und Gemeinschaft, sich über das Wesen der Emmaus-Gemeinschaft permanent Gedanken zu machen in einer Zeit der individualistischen Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Die Fragen der Klimakrise werden auch Emmaus nachhaltig und einschneidend beschäftigen und diese waren auch Thema bei der Emmaus Europa Regionalversammlung im Oktober 2024. Eine entsprechende Erklärung von Emmaus Europa ist übersetzt und zur Verteilung vorgesehen, vor allem für die anstehenden Europa-Wahl im Juni 2024. Welche konkreten Antworten kann Emmaus angesichts der Vermüllung unserer Gesellschaft wirklich geben (zu hohe Kleiderberge mit schlechter Qualität / ausufernder Plastikbedarf / Wegwerfmentalität)? Die Klimaveränderung und die damit verbundenen Probleme von Mobilität, Energieversorgung und Konsumverhalten in unserem Alltag aber auch die großen Migrationsströme, die in den nächsten Jahren zu erwarten sind, ist und bleibt das größte weltweite Problem.