The Beauty of Ballroom (2025)Filmfest München 2026
Rise and Shine Cinema
The Beauty of Ballroom (2025) von Sze-Wei Chan
My House is iconic!
Mit Jennie Livingstons Dokumentarfilm „Paris brennt“ aus dem Jahr 1990, der längst ein moderner Queer-Cinema-Klassiker ist, erreichte die damalige New Yorker Ballroom-Szene das Kino. Die in der Black- und Latin-Community entstandene Subkulturbewegung diente wenig später als Kurzzeittrend für den (weißen) Mainstream – Stichwort: „Vogue“ von Madonna. Einigen dürfte die Szene zudem aufgrund der Netflix-Serie „Pose“ von Ryan Murphy, Brad Falchuk und Steven Canals ein Begriff sein, die auf den Zeitraum zwischen 1987 und 1998 blickt.
Chan Sze-Weis Dokumentarfilm „The Beauty of Ballroom“ stellt drei Personen aus der südostasiatischen Ballroom-Szene in den Mittelpunkt, um der empowernden Bedeutung dieser subkulturellen Bewegung nachzuspüren.
Bunt, lebendig und spektakulär: Teddy, Sun und Xyza haben die Vogueing- und Ballroom-Kultur, die sich einst in New York entwickelte, nach Südostasien gebracht. Sie nennen ihre Tanzgruppen „Häuser”. Und diese sind mehr als nur sichere Zufluchtsorte vor Homophobie, Transphobie, Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe und HIV-Stigmatisierung. Diese Häuser sind die Familien, nach denen sie sich immer gesehnt haben, nachdem sie unter schwierigen Umständen aufgewachsen sind. Diese Ballroom-Tänzer erwärmen unsere Herzen mit ihrer Hingabe für das, was sie lieben und brauchen: eine Familie, die sie unterstützt.